Ratgeber · Ablauf

Rentierfarm in Tromsø besuchen: der Tag Schritt für Schritt

Vom Treffpunkt am Busterminal bis zur warmen Suppe im Lavvu: Hier siehst du, was dich bei einem Besuch der Rentiere einer samischen Familie erwartet, und was du vorher wissen solltest.

Verfügbarkeit prüfenab 178 € · kostenlos absagbar

Redaktion tromsorentierfarm.deAktualisiert am 3. Oktober 2026etwa 7 Min. zu lesen10 Quellen

Kurz gesagt

01Treffpunkt
Abholung am Busterminal Prostneset in Tromsø, vormittags um 9:40 oder nachmittags um 12:40 Uhr.
02Anfahrt
Das Camp der Familie liegt rund 30 Minuten von Tromsø entfernt.1
03Vor Ort
Rentiere füttern, eine Runde im Rentierschlitten, eine warme Mahlzeit im Lavvu und ein Joik.
04Dauer
Rund 4 Stunden insgesamt.
05Bei Tauwetter
Fehlt der Schnee, kann die Schlittenfahrt ausfallen; das Füttern findet trotzdem statt.

Der Morgen beginnt am Hafen

Der Besuch beginnt mitten in der Stadt. Treffpunkt ist das Busterminal Prostneset am Hafen von Tromsø, je nach gebuchter Zeit um 9:40 Uhr am Vormittag oder um 12:40 Uhr am Nachmittag. Halte deine Buchungsbestätigung auf dem Handy bereit, damit du schnell einsteigen kannst. Komm ein paar Minuten früher, vor allem bei Glätte, denn der Bus wartet nicht lange. Im Bus ist es warm. Draußen ist es kalt.

Wer ein Hotel im Zentrum hat, erreicht das Terminal meist zu Fuß. Pack alles, was du für den Tag brauchst, schon vorher in den Rucksack: Handschuhe, Mütze und eine zusätzliche warme Schicht. Im Camp gibt es keinen Laden für vergessene Dinge, und draußen bei den Tieren merkst du schnell, ob die Finger warm bleiben. Auch Sonnenbrille oder Skibrille lohnt sich, wenn Schnee in der Sonne blendet.

Die Fahrt hinaus ist der erste Teil des Erlebnisses. Hinter der Stadt öffnen sich Fjord und verschneite Berge, und die Gespräche im Bus drehen sich bald um die Frage, wie nah man den Rentieren wohl kommen wird. Die Antwort ist: sehr nah. Unterwegs erzählen die Guides oft schon, was dich erwartet, und beantworten erste Fragen zur Herde und zum Programm des Tages. Nutze die Zeit, um die Kamera griffbereit zu machen.

Der Ablauf

Ein Besuch bei den Rentieren

  1. 9:40 oder 12:40

    Abfahrt am Hafen

    Treffpunkt ist das Busterminal Prostneset in Tromsø.

  2. Rund 30 Minuten

    Fahrt ins Camp

    So lange dauert die Fahrt zum Camp der Familie.1

  3. Im Camp

    Einführung

    Die Guides erklären die Herde und die Regeln beim Füttern.

  4. Im Gehege

    Rentiere füttern

    Mit dem Futtereimer mitten in der Herde.

  5. Im Schnee

    Schlittenfahrt

    Eine Runde im Rentierschlitten, sofern genug Schnee liegt.

  6. Im Lavvu

    Essen und Joik

    Warme Mahlzeit am Feuer, zum Abschluss ein traditioneller Gesang.

Ankunft im Camp einer samischen Familie

Das Camp gehört Tromsø Arctic Reindeer, einem Betrieb, der von einer samischen Rentierzüchterfamilie aus Tromsø geführt wird.2 Die Familie lebt und arbeitet nach eigenen Worten seit vielen Generationen mit Rentieren. Für dich heißt das: Du besuchst keinen Tierpark, sondern den Arbeitsplatz von Menschen, für die die Herde zum Alltag gehört. Entsprechend persönlich ist der Ton im Camp, und viele Fragen beantworten Menschen, die selbst mit der Herde aufgewachsen sind.

Vom Stadtzentrum bis zum Camp sind es rund 30 Minuten.1 Nach der Ankunft gibt es eine kurze Einführung. Die Guides erzählen, wie die Herde lebt, wie die Tiere gehalten werden und worauf du beim Füttern achten musst. Diese Minuten lohnen sich, denn danach verstehst du viel besser, was um dich herum passiert. Du lernst zum Beispiel, warum du nicht von hinten an ein Tier herantreten solltest und wie du den Futtereimer hältst, ohne dass er dir aus der Hand gezogen wird.

Wichtig zu wissen: Die Rentiere in der Region Tromsø sind keine Wildtiere. Es sind domestizierte Tiere, die den Samen gehören, die seit Jahrhunderten Rentierzucht betreiben.3 Das erklärt auch, warum die Tiere Menschen gegenüber so gelassen sind und dir beim Füttern aus der Hand fressen. Ein Gehege ist hier kein Zoo, sondern ein Teil der Arbeit mit der Herde. Bleib trotzdem respektvoll.

Bewertungen

Wie Gäste die einzelnen Teile bewerten

Punkte
Guide: 4,8 4,8 GuideTransport: 4,8 4,8 TransportPreis-Leistung: 4,5 4,5 Preis-LeistungGesamt: 4,75 4,75 Gesamt
Teilbewertungen und Gesamtnote der Tour aus 6.854 Bewertungen auf GetYourGuide.

Im Vergleich

Wie lange ein Rentierbesuch bei Tromsø dauert

TourDauerNotePreis ab
Rentierschlitten & Füttern (diese Seite)4 Std.4,75ab 178 €
Rentiere, Füttern & samische Kultur2,5 bis 3,5 Std.4,79ab 118 €
Camp und samische Kultur mit Mittagessen4 Std.4,71ab 159 €
Fjordfahrt, Füttern und Mittagessen7 Std.4,93ab 253 €

Dauer, Noten und Startpreise stammen von den Tourseiten bei GetYourGuide. Beträge gelten ab.

Drei Wege

Kurz, klassisch oder als Tagesausflug

Tromsø: Reindeer Sledding, Feeding & Sami Culture Experience Kurz

Der kurze Besuch

Wenig Zeit am Tag

Dauer
2,5 bis 3,5 Std.
Preis
ab 118 €
Note
4,79
Termine prüfen
Tromsø: Reindeer Sledding & Feeding with a Sami Guide Diese Tour

Der Klassiker

Schlitten, Füttern, Lavvu

Dauer
4 Std.
Preis
ab 178 €
Note
4,75
Termine prüfen
Tromsø: Arctic fjord sightseeing, Reindeer feeding and lunch Lang

Mit Fjordfahrt

Ein ganzer Ausflugstag

Dauer
7 Std.
Preis
ab 253 €
Note
4,93
Termine prüfen

Entscheidungshilfe

Welcher Termin passt zu dir?

Zwei Abfahrten, zwei Arten, den Tag zu planen.

Vormittag

Du bist rechtzeitig zurück und ausgeruht für die Nacht.

Nachmittag

Abfahrt erst um 12:40 Uhr am Hafen.

Ende der Saison bedenken

Fehlt der Schnee, fällt die Schlittenfahrt aus und es bleibt mehr Zeit zum Füttern.

Kürzerer Besuch

Ab 118 € für 2,5 bis 3,5 Stunden.

Fahr mit unseren Rentieren Schlitten, füttere die Herde und teile eine warme Mahlzeit am Feuer in unserer Gamme, 30 Minuten von Tromsø entfernt, Transport inklusive.

Tromsø Arctic Reindeeraus dem Englischen übertragen · Quelle 1

Füttern mitten in der Herde

Für viele ist das Füttern der schönste Teil des Tages. Du bekommst einen Eimer mit Futter, gehst ins Gehege, und innerhalb von Sekunden bist du umringt. Wer Rentiere in Tromsø füttern möchte, sollte den Eimer gut festhalten: Die Tiere sind neugierig, ein wenig drängelig und strecken ihre Köpfe ohne Scheu in den Eimer. Halte die Hände ruhig und lass die Tiere selbst kommen. Nach dem ersten Ansturm wird es ruhiger.

Achte auf das Geweih. Bei Rentieren können Männchen und Weibchen ein Geweih tragen, auch wenn das nicht bei allen Weibchen der Fall ist.4 Die Guides zeigen dir, wie du dich hinstellst, damit dich kein Geweih am Ärmel oder an der Brille erwischt. Ruhige Bewegungen helfen mehr als schnelles Zurückweichen. Wer eine Brille trägt, steckt sie vor dem Betreten des Geheges am besten in eine sichere Tasche.

Nimm dir Zeit zum Beobachten. In der Herde gibt es eine klare Rangordnung, und nach ein paar Minuten erkennst du, welche Tiere sich durchsetzen und welche geduldig am Rand warten. Gäste beschreiben genau diese ruhigen Momente zwischen den Tieren oft als den eigentlichen Höhepunkt. Im Winter fressen Rentiere in der Natur vor allem Flechten, im Sommer eher Gräser und Pflanzen.5 Die Guides erklären, womit die Herde im Camp versorgt wird.

Checkliste

Dabei und mitbringen

01

Bei dieser Tour dabei

  • Rentiere im samischen Camp füttern
  • Rentierschlittenfahrt mit samischem Guide
  • Warme Mahlzeit im Lavvu
  • Ein Joik zum Abschluss
02

Selbst mitbringen

  • Mindestens zwei warme Schichten
  • Handschuhe und Mütze
  • Gute Winterstiefel
  • Geladenes Handy oder Kamera

Kostenrechner

Was der Besuch für euch kostet

Wähle eine Tour und rechne für eure ganze Gruppe.

Personen 2

Gesamt ab356 €

pro Gast ab 178 €

Verfügbarkeit prüfenkostenlos stornierbar

Startpreise laut GetYourGuide, Umrechnung mit dem Referenzkurs der EZB. Genau wird es erst beim Buchen.

Video

Tromsø: Rentiere, Schneemobil und Polarlichter

Das Video wird erst mit dem Play-Tipp geladen.

Die Fahrt im Rentierschlitten

Nach dem Füttern geht es in den Schlitten. Ein Rentier zieht dich in gemächlichem Tempo über eine Runde im Schnee, die Landschaft ringsum ist still und weit. Es ist keine Fahrt für Adrenalin, sondern für Ruhe: das leise Knirschen der Kufen, der Atem des Tieres in der kalten Luft. Für viele Gäste ist gerade diese Langsamkeit der Moment, in dem sie zum ersten Mal richtig in der Arktis ankommen. Zieh für die Fahrt deine wärmste Schicht an.

Die Schlittenfahrt hängt vom Schnee ab. Gegen Ende des Winters, wenn es taut oder vereist, kann sie ausfallen, weil der Untergrund für Tier und Schlitten nicht sicher ist. Gäste berichten, dass sie dann mehr Zeit beim Füttern bekamen; in einer Bewertung heißt es, der ausgefallene Teil sei erstattet worden. Frag bei der Buchung kurz vor Ende der Saison nach. Im Hochwinter ist das selten ein Thema.

Ein Hinweis aus den Bewertungen für ältere Gäste: Die Fahrt kann etwas ruckeln. Wer Probleme mit dem Rücken hat, setzt sich bewusst gerade hin oder spricht vorher mit den Guides. Für die meisten Gäste ist die Runde aber genau das, was sie sich unter einem Wintertag in Nordnorwegen vorgestellt haben. Wenn du unsicher bist, frag einfach nach einer ruhigeren Runde. Die Guides gehen darauf gern ein, denn sie kennen ihre Tiere und die Strecke genau. Gäste berichten außerdem, dass es kürzere und längere Schlittenrunden zur Auswahl gab.

Im Lavvu: Feuer, Essen und Joik

Zum Aufwärmen geht es in den Lavvu, das traditionelle Zelt der Samen. Solche Besuche werden oft mit Geschichten am Feuer im Lavvu verbunden.6 In der Mitte brennt ein Feuer, rundherum sitzen die Gäste auf Fellen und Bänken, und es gibt eine warme Mahlzeit. Der Rauch zieht durch die Öffnung oben im Zelt ab, und schon nach wenigen Minuten wird es warm genug, um die Handschuhe auszuziehen und die Finger am Becher zu wärmen.

Auf den Tisch kommt bei vielen Besuchen ein Eintopf mit Rentierfleisch. In der samischen Küche heißt ein solcher Rentiereintopf mit Kartoffeln und Karotten Bidos.7 Gäste erwähnen in ihren Bewertungen auch eine vegetarische Variante; wenn du kein Fleisch isst, gibst du das am besten bei der Buchung an. Am Feuer wird auch geredet und gelacht. Die Mahlzeit ist im Preis der Tour enthalten.

Zum Abschluss singt der Guide einen Joik. Der Joik ist eine traditionelle Form des Gesangs der Samen.8 Es ist ein stiller Moment, in dem das Feuer knistert und alle zuhören. Viele Gäste nennen ihn später als den Augenblick, an dem sie am meisten über die Menschen hinter den Rentieren verstanden haben. Manche Gäste filmen den Gesang; frag am besten vorher, ob das in Ordnung ist.

Was du anziehen solltest

Über den Winter gemittelt zeigt das Thermometer in Tromsø rund minus 4 Grad.9 Das klingt mild, doch draußen im Gehege stehst du lange still, und am Wasser weht oft ein kalter Wind. Visit Tromsø empfiehlt Wollunterwäsche direkt auf der Haut, dann warme, trockene Pullis und eine Jacke, außerdem warmes Schuhwerk, Handschuhe, Schal und Mütze.10 Wind lässt die Kälte deutlich stärker wirken als die Zahl auf dem Thermometer.

Der Veranstalter rät zu mindestens zwei warmen Schichten mit Handschuhen, Mütze und guten Winterstiefeln. Gerade die Schuhe entscheiden über den Tag, denn im Camp gehst du durch Schnee, Matsch oder vereiste Stellen. Wasserdichte Stiefel mit Profil sind besser als modische Winterschuhe. Wer friert, hat mehr Mühe, den Tag zu genießen, als jemand, der eine Schicht zu viel dabeihat.

Denk auch an die Hände beim Füttern: Dicke Fäustlinge sind warm, aber unpraktisch am Eimer. Dünne Handschuhe darunter erlauben dir, kurz die Fäustlinge auszuziehen, ohne gleich kalte Finger zu bekommen. Ein Handy mit vollem Akku gehört in die Innentasche, denn Kälte leert ihn schneller. Auch eine Thermoskanne oder ein kleiner Snack im Rucksack schaden nicht, falls die Rückfahrt länger dauert.

Rückfahrt und ein paar Tipps zum Schluss

Nach rund 4 Stunden bist du wieder in Tromsø. Der Nachmittagstermin eignet sich gut, wenn du am Abend noch auf Nordlichtsuche gehen möchtest; der Vormittagstermin lässt dir den Nachmittag für Stadt und Museen frei. Wenn du beides an einem Tag planst, ist der Vormittagstermin die entspanntere Wahl, denn zwischen Rückkehr und Abend bleibt Zeit, dich aufzuwärmen und etwas zu essen.

Gebucht wird über GetYourGuide, bezahlt erst später, und wer bis 24 Stunden vorher absagt, zahlt nichts. Geführt wird auf Englisch; auf Deutsch gibt es diesen Ausflug nicht. Prüfe vor der Buchung die verfügbaren Termine, denn in der Hauptsaison sind beliebte Abfahrten schnell voll. Achte bei der Buchung auf die genaue Uhrzeit. Wer unsicher ist, fragt vor der Buchung nach.

Plane den Besuch nicht auf den letzten Urlaubstag. Fällt die Schlittenfahrt wegen des Wetters aus oder verschiebt sich etwas, bleibt dir so ein Puffer. Und nimm dir im Lavvu Zeit für Fragen: Die Guides erzählen gern, und genau diese Gespräche machen aus einem Ausflug zu Tieren einen Einblick in eine lebendige Kultur. Wer mit Fragen kommt, fährt mit deutlich mehr als nur Fotos zurück in die Stadt, und genau das bleibt oft am längsten in Erinnerung.

Besuch buchen

Die Herde wartet schon auf ihren Futtereimer.

Platz sichern ohne Vorauszahlung, Absage bis einen Tag vorher gratis.

Du fragst,wir antworten.

Wie lange dauert der Besuch?

Rund 4 Stunden. Inklusive Hin- und Rückfahrt zwischen Tromsø und dem Camp.

Wo ist der Treffpunkt?

Am Busterminal Prostneset in Tromsø. Abfahrt um 9:40 Uhr am Vormittag oder um 12:40 Uhr am Nachmittag, je nach Termin.

Wie weit ist das Camp von der Stadt entfernt?

Rund 30 Minuten. So beschreibt der Betrieb selbst die Fahrt vom Zentrum zum Camp.1

Darf ich die Rentiere füttern?

Ja, das gehört fest dazu. Du bekommst einen Eimer mit Futter und gehst dafür mitten in die Herde.

Was passiert, wenn kein Schnee liegt?

Dann kann die Schlittenfahrt ausfallen. Füttern, Essen und Lavvu finden trotzdem statt; Gäste berichten von mehr Zeit bei den Tieren.

In welcher Sprache wird geführt?

Auf Englisch. Der Live-Guide spricht Englisch.

Was gilt bei einer Absage?

Ja, bis 24 Stunden vor Beginn Außerdem kannst du jetzt reservieren und später zahlen.

Tromsø: Rentierschlitten & Füttern mit samischem Guide 4,8 (6.854) · Kostenlos stornierbar Häufig 6 Tage vorher komplett belegt ab178 € Verfügbarkeit prüfenab 178 € · jetzt sichern, später zahlen